innenistaussenistinnen – Symposium

Hochschule

Interdisziplinäres, öffentliches Symposium

Begriff und Erfahrung von Raum, von Innen und Außen, von Schwelle und Übergang stehen im Zentrum dieses Symposiums. Innen und Außen sind dabei nicht als feste Stand-Punkte, sondern vielmehr als ein lebendiges, relationales Geschehen zu verstehen: „innen ist außen ist innen“.
Innen und Außen gehören zusammen, bilden eine Struktur. Es gibt kein Innen ohne ein entsprechendes Außen, kein Außen ohne ein darauf bezogenes Innen.
Menschen verfügen über sehr komplexe Erfahrungen mit Innen und Außen, schon im frühesten Stadium, wie die pränatale Forschung nachgewiesen hat. Für das „Innen“ des Ungeborenen ist das Außen konstitutiv. Die Kunst begreift das Wechselspiel von Innen und Außen in Bezug auf den Menschen wie auch in Bezug auf ihren unmittelbaren Gegenstand in expressiver Weise. Gerade da ist sie ganz bei sich, „in sich“, in ihrem Innenraum. In einer Zeit, in der der Zugriff auf Privatheit unseren Alltag prägt, in der die Balance von Freizeit und Arbeit, Selbstbestimmtheit und Pflicht, Öffnung und schützendem Verschließen zu einem zunehmenden Problem wird, kann ein Blick auf die Verarbeitung dieser Thematik in der Kunst gewinnbringend sein.
Während des dreitägigen Symposiums präsentieren Künstler und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen ihre Gedanken, Bilder, Klänge und Erfahrungen zum Thema „innen ist außen ist innen“.

VORTRÄGE UND DARBIETUNGEN
Robin Engelen // Musiker und Dirigent, Bonn
Prof. Andrea Heidekorn // Eurythmistin, Alanus Hochschule
Andrea Klaßen, M.A. // Kunsthistorikerin und Feldenkraislehrerin, Köln
Vera Koppehel, M.A. // Eurythmistin, Basel
Tobias Langscheid // Paul Schatz Stiftung, Basel
Christiane Lehmann // Künstlerin, Wilhelmsdorf
Dr. Isabel Rith-Magni // Kunsthistorikerin, Bonn
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Meisenheimer // Architekt, Düren
Prof. Dr. Harald Schwaetzer // Philosoph, Alanus Hochschule
Dr. Noemi Smolik // Kunstkritikerin, Bonn
Prof. Benedikt Stahl // Architekt, Alanus Hochschule
Petra von der Lohe, M.A. // Germanistin, Alanus Hochschule
Prof. Suzanne Ziellenbach // Fachgebiet Schauspiel, Alanus Hochschule

VERANTWOTLICH
Prof. Dr. Gabriele Oberreuter // Alanus Hochschule, Studium Generale
Prof. Willem-Jan Beeren // Alanus Hochschule, Fachbereich Architektur

ZEIT
Freitag, 15. März 2013, 17:00 – 21:00 Uhr
Samstag, 16. März 2013, 10:00 – 21:00 Uhr
Sonntag, 17. März 2013, 10:00 – 14:00 Uhr

Am Eröffnungsabend findet um 19:30 Uhr die Uraufführung einer Auftragskomposition für die Alanus Hochschule von Michael Denhoff statt. Die Teilnehmer des Symposiums sind zu dem Konzert mit Eurythmieaufführung herzlich eingeladen.

VERANSTALTUNGSORT
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Johannishof, Studio im Werkhaus
53347 Alfter

TEILNAHMEGEBÜHR
40 Euro // ermäßigt 20 Euro

ANMELDUNG
Jenny Detro // Sekretariat Studium Generale
Tel.: (0 22 22) 9321-1595 // jenny.detro(at)alanus.edu

ANFAHRT
Eine ausführliche Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf www.alanus.edu.

ÜBERNACHTUNG
Alanus Gästehaus // Tel.: (0 22 22) 9321-1715

PROGRAMM

Freitag // 15.03.2013

17:00 Uhr
Einführung: „Nichts ist drinnen, nichts ist draußen. Denn was innen, das ist außen“. 
Gabriele Oberreuter

18:00 Uhr
WeltHerzRaum – Spuren einer Verwandlungskraft in lyrischen Texten
Petra von der Lohe

Rezitation
Suzanne Ziellenbach

19:30 Uhr
Uraufführung einer Auftragskomposition für die Alanus Hochschule von Michael Denhoff.
Die Teilnehmer des Symposiums sind zu dem Konzert mit Eurythmieaufführung herzlich eingeladen.

Samstag // 16.03.2013

10:00 – 11:00 Uhr
Kunst bei sich im Darm
Noemi Smolik

11:00 – 12:00 Uhr
Vom Leib-Sein und Körper-Haben. Am Beispiel von Sasha Waltz „Körper“
Andrea Klaßen

12:00 – 13:00 Uhr
Richard Serra. Dazwischensein, das Grundgefühl im architektonischen Raum
Wolfgang Meisenheimer

Mittagspause

14:30 – 15:30 Uhr
Das Schwellenerlebnis – ein architektonisches Urphänomen
Benedikt Stahl

16:00 – 18:00 Uhr
innen ist aussen ist innen – am Beispiel der 1. Umstülpung von Paul Schatz: dem Pentagondodekaeder
Vera Koppehel, Tobias Langscheid

19:00 – 20:30 Uhr
Klangraum – Raumklang. Über Zusammenhänge von Architektur und Musik
Robin Engelen mit Willem-Jan Beeren

Sonntag // 17.03.2013

10:00 – 11:00 Uhr
„Ich trat in den Grenzbereich des Todes, ich setzte meinen Fuß auf die Schwelle“. Einige Beobachtungen zum Motiv der Schwelle in der abendländischen Mysterientradition
Harald Schwaetzer

11:00 – 12:00 Uhr
Wenn das Atelier sich öffnet… Zum Verhältnis von Künstler, Kunstwerk und dem Entstehungsort von Kunst. Positionen des 20. Jhs und der Gegenwart
Isabel Rith-Magni

12:00 – 13:00 Uhr
Von Resonanzräumen und Welt(v)erkenntnisstrategien – Gedanken zu meiner Installation „InnenistAußenistInnen“
Christiane Lehmann

Abschlussrunde

14:00 Uhr
Ausklang
Andrea Heidekorn